Mitten in der Megamaschine
Mit meiner Unternehmung Cavicon – Carlos Vicente Construcción – beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit Gebäudetechnik und Planung, mit CAD und BIM, 3D-Laserscanning und Bestandserfassungen, mit Baubegleitung und Bauleitung, mit Punktwolken, Modellen und Daten – und vor allem mit jener Übersetzung, die immer wieder notwendig wird, wenn aus einer Vorstellung, einer Zeichnung oder einem digitalen Modell schließlich gebaute Wirklichkeit werden soll.
Gleichzeitig faszinieren mich Bauwerke wie das Ulmer Münster oder Städte wie Venedig, weil sich an ihnen erfahren lässt, dass Bauen weit mehr sein kann als die technische Herstellung und funktionale Organisation eines Gebäudes. Neben dem Bauen lebe ich meine Leidenschaft für die Fotografie und beschäftige mich intensiv mit Philosophie – zwei weitere Zugänge zur Wirklichkeit, bei denen es mir weniger darum geht, etwas möglichst vollständig zu erfassen, als vielmehr um die Einladung, genauer zu schauen, wahrzunehmen und verstehen zu wollen.
Aus dieser Verbindung entstehen Fragen und gelegentlich auch Texte über das Bauen, seine Entstehung und seine Wirkung – und zunehmend über die grundsätzliche Frage, was wir eigentlich tun, wenn wir bauen.
Dabei interessiert mich auch die andere Seite der Technik.
Nicht nur das Wie, sondern das Warum.
Nicht nur das, was Technik kann, sondern das, was sich durch sie zeigt.
Hier begegnet mir der alte griechische Begriff Aletheia, den Martin Heidegger als Unverborgenheit aufgreift. Er führt für mich zu einer Frage, die weit über die technische Funktion eines Werkzeugs hinausreicht: Was tritt durch unsere Technik hervor, welche Wirklichkeit macht sie sichtbar – und was bleibt gleichzeitig verborgen?
Denn Technik bildet Wirklichkeit nicht einfach nur ab und verändert sie auch nicht nur materiell. Mit jedem Werkzeug, jedem Modell und jedem Verfahren verändert sich zugleich die Weise, in der uns Welt begegnet, weil wir mit den Möglichkeiten unserer Werkzeuge bestimmte Formen des Sehens, Ordnens, Berechnens und Entscheidens übernehmen.
Genau an diesem Punkt wird Heideggers Denken für mich besonders interessant.
Der Mensch steht der Welt nicht einfach gegenüber, als könne er sie von außen betrachten, vermessen, berechnen und anschließend nach seinen Vorstellungen bearbeiten. Mit dem Begriff des In-der-Welt-seins beschreibt Heidegger etwas Grundsätzlicheres: Unser Dasein findet nicht irgendwo innerhalb einer äußerlich vorhandenen Welt statt wie ein Gegenstand in einem Behälter, sondern vollzieht sich immer schon in Beziehungen zu Menschen, Dingen, Orten, Landschaften, Erinnerungen, Tätigkeiten und Bedeutungen.
Wir gestalten die Wirklichkeit, deren Teil wir selbst sind.
Gerade beim Bauen wird dieses Verhältnis unmittelbar erfahrbar, denn ein Gebäude ist nicht nur eine technische Struktur zur Erfüllung bestimmter Funktionen. Es wird Teil einer Welt, in der Menschen wohnen, arbeiten, sich begegnen, altern, sich erinnern und leben. Wir wirken auf die gebaute Welt ein, während diese gebaute Welt wiederum auf uns zurückwirkt.
Selbst ein Wasserkraftwerk in einem Fluss ist in diesem Sinne mehr als eine technische Anlage zur Erzeugung von Energie. Mit ihm verändert sich nicht nur der Fluss selbst, sondern auch unser Verhältnis zu ihm. Er erscheint nicht mehr allein als Landschaft, Lebensraum oder gewachsene Natur, sondern zugleich als etwas, dessen Kraft erfasst, geregelt, verfügbar gemacht und genutzt werden kann.
Darin liegt für mich eine wesentliche Seite der Technik: Sie verändert nicht nur etwas in der Welt, sondern kann auch verändern, wie uns Welt überhaupt erscheint.
Und dieses In-der-Welt-sein ist endlich.
Heideggers Gedanke des Seins zum Tode interessiert mich dabei nicht als düstere Beschäftigung mit dem Tod, sondern als radikale Erinnerung an die Endlichkeit des eigenen Daseins. Der eigene Tod ist jene Möglichkeit, die niemand für einen anderen übernehmen kann, und gerade darin wird sichtbar, dass unsere Zeit nicht unbegrenzt verfügbar ist.
Aus dieser Perspektive der Endlichkeit verändert sich auch die Frage nach dem Bauen.
Wenn unser eigenes Dasein zeitlich begrenzt ist, können Wachstum, Beschleunigung, technische Steigerung und permanente Optimierung nicht selbstverständlich zum Telos unseres Handelns werden. Dann stellt sich eine andere Frage: Was besitzt innerhalb dieser begrenzten Zeit tatsächlich Bedeutung, welche Welt schaffen wir durch unser Handeln, welche Räume hinterlassen wir – und dienen die Systeme, die wir erschaffen, noch unserem Leben oder beginnen wir irgendwann, nur noch ihrem Fortbestand zu dienen?
Die Pyramiden führen diesen Gedanken für mich in eine geradezu monumentale Dimension.
Seit Jahrtausenden stehen sie vor uns, während die Menschen, die sie geplant, organisiert und errichtet haben, längst vergangen sind. Die Pharaonen sind vergangen, ihre Herrschaftsordnungen sind vergangen und auch jene gesellschaftlichen Strukturen, durch die über Generationen hinweg gewaltige menschliche Kräfte gebündelt werden konnten, existieren nicht mehr.
Die Pyramiden aber stehen noch immer da.
Und so fragen wir bis heute, wie Menschen mit den Möglichkeiten ihrer Zeit überhaupt imstande waren, etwas von solcher Dimension hervorzubringen.
Das eigentliche Rätsel liegt für mich dabei nicht allein in der technischen Frage, mit welchen Rampen, Hebeln, Transportwegen oder Werkzeugen die Steine bewegt wurden. Ebenso faszinierend ist die Frage, welche gesellschaftliche, religiöse und kosmologische Ordnung dazu imstande war, Menschen über lange Zeiträume auf ein gemeinsames Werk dieser Größenordnung auszurichten.
Die Beobachtung des Himmels, religiöse Vorstellungen und die kosmologische Bedeutung des Pharaos waren Bestandteile dieser Weltordnung. Von heute aus betrachtet kann die Kraft einer solchen gemeinsamen Wirklichkeit beinahe etwas Magisches besitzen, ohne dass dafür eine Magie im wörtlichen Sinne angenommen werden muss.
Denn Menschen können Außergewöhnliches hervorbringen, wenn eine gemeinsame Vorstellung ihre Kräfte bündelt.
Doch dieselbe Kraft kann den einzelnen Menschen auch einer Ordnung unterwerfen, die größer wird als er selbst.
Genau an dieser Stelle begegnet mir Lewis Mumfords Begriff der Megamaschine.
Mumford beschreibt eine Ordnung, in der Menschen, Technik, Organisation, Verwaltung und Macht so miteinander verbunden werden, dass ein übergeordneter Funktionsapparat entsteht. Seine einzelnen Bestandteile handeln weiterhin, doch die Gesamtbewegung folgt zunehmend einer eigenen Logik.
Die historische Megamaschine konnte Außergewöhnliches hervorbringen.
Doch ihre Größe darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch sie endlich war – während der einzelne Mensch seine begrenzte Lebenszeit innerhalb ihrer Ordnung verbrachte.
Deshalb ist für mich nicht allein entscheidend, was ein technisches oder organisatorisches System hervorbringen kann.
Entscheidend ist ebenso, welche Form des Daseins dieses System von den Menschen verlangt, die innerhalb seiner Ordnung leben und arbeiten.
Jochen Kirchhoffs Bild vom megatechnischen Pharao führt diesen Gedanken für mich in die Gegenwart weiter: Systeme werden größer, Prozesse komplexer, Abhängigkeiten undurchsichtiger, während der einzelne Mensch Gefahr läuft, immer stärker eingebunden zu sein und gleichzeitig immer weniger Einfluss auf die Bewegung des Ganzen zu besitzen.
Der Pharao muss dabei längst kein Mensch mehr sein.
Er kann zum System werden.
Zum Prozess.
Zur Struktur.
Zu einer technischen Ordnung, deren Regeln irgendwann selbstverständlich erscheinen, obwohl sie von Menschen geschaffen wurden.
Mit Cavicon befinden wir uns ziemlich weit innerhalb einer solchen technischen Welt – jener Welt, für deren besondere Weise des Entbergens Heidegger den Begriff des Gestells geprägt hat.
Gerade aus dieser unmittelbaren Nähe zur Technik heraus beschäftigt mich deshalb die Frage, wann sie uns tatsächlich dabei unterstützt, Zusammenhänge sichtbar zu machen, bessere Entscheidungen zu treffen und unsere Arbeit zu erleichtern – und wann sich dieses Verhältnis umkehrt, sodass nicht mehr allein der Mensch die Technik nutzt, sondern technische Systeme und Prozesse beginnen, unsere Entscheidungen, unsere Handlungsräume und schließlich sogar unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit zu bestimmen.
Wenn ich auf die heutige Bauwirtschaft schaue, erkenne ich darin deutliche Parallelen.
Über viele Jahre wurde die Digitalisierung mit der Erwartung verbunden, dass durch BIM, detailliertere Modelle, bessere Datenverknüpfung und immer leistungsfähigere Software zwangsläufig auch das Bauen selbst besser, effizienter und einfacher werden müsse.
Die Ernüchterung darüber, dass diese Gleichung nicht automatisch aufgegangen ist, ist inzwischen vielerorts spürbar.
Dabei digitalisieren wir in der Planung nicht erst seit gestern. Spätestens mit der Einführung des CAD haben wir begonnen, einen erheblichen Teil des Zeichnens und Koordinierens und zunehmend auch des planenden Denkens in eine digitale Ordnung zu überführen.
Heute modellieren wir präziser, koordinieren komplexere Systeme, erzeugen größere Datenmengen und verfügen über Werkzeuge, von denen frühere Generationen von Planern nur hätten träumen können, und trotzdem erleben wir Projekte, in denen Abstimmungen schwieriger werden, Verantwortlichkeiten verschwimmen, Schnittstellen zunehmen und der eigentliche Gegenstand des Ganzen – das Gebäude, der Raum und der Mensch, der später darin leben oder arbeiten soll – zeitweise hinter Prozessen, Modellen und Datenstrukturen verschwindet.
An dieser Stelle kehrt für mich die Aletheia zurück.
Denn wenn Unverborgenheit danach fragt, was hervortritt, müssen wir ebenso danach fragen, was unsere technischen Systeme sichtbar machen – und was durch die Art ihres Sichtbarmachens zugleich aus unserem Blickfeld geraten kann.
Ein digitales Modell kann unglaublich viel sichtbar machen. Ein Laserscan kann einen Bestand mit einer Präzision erfassen, die noch vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellbar gewesen wäre. Daten können Zusammenhänge offenlegen, Berechnungen Entscheidungen absichern und Modelle uns dabei helfen, etwas zu untersuchen, lange bevor es gebaut wird.
Doch jede Form des Sichtbarmachens besitzt eine Perspektive.
Was nicht modelliert wird, existiert im Modell nicht.
Was nicht erfasst wird, erscheint nicht im Datensatz.
Was sich nicht berechnen, parametrisieren oder eindeutig zuordnen lässt, droht innerhalb einer zunehmend technisch organisierten Wirklichkeit an Bedeutung zu verlieren.
Der Mensch aber lebt nicht im Datensatz.
Er ist in der Welt.
Genau hier wird Heideggers Gedanke des Gestells für mich wesentlich, denn das Problem liegt nicht in der Technik selbst, sondern dort, wo sich eine bestimmte technische Weise des Sehens verselbstständigt und Wirklichkeit zunehmend nur noch als etwas erscheint, das erfasst, geordnet, berechnet, optimiert, gesteuert und verfügbar gemacht werden muss.
Aus einem Werkzeug entsteht ein System, aus dem System ein Prozess, aus dem Prozess eine verbindliche Struktur und aus dieser Struktur irgendwann eine Wirklichkeit, deren Voraussetzungen kaum noch grundsätzlich hinterfragt werden.
Dann planen wir nicht mehr nur mit technischen Werkzeugen.
Wir beginnen, innerhalb ihrer Logik zu denken.
Und genau dort kann die Megamaschine erneut entstehen.
Für mich stellt sich deshalb zunehmend die Frage, welche Rolle ich mit Cavicon innerhalb dieser Entwicklung einnehmen möchte, denn es wäre widersinnig, Digitalisierung grundsätzlich abzulehnen, während wir selbst täglich mit Laserscanning, Punktwolken, CAD, BIM, Berechnungen und digitalen Modellen arbeiten und ihre Möglichkeiten ganz selbstverständlich nutzen.
Die Alternative liegt für mich weder in einer Flucht aus der Technik noch in der romantischen Rückkehr in eine vermeintlich bessere analoge Vergangenheit.
Es geht um das Verhältnis.
Darum, Technik dort einzusetzen, wo sie unsere Möglichkeiten erweitert, ohne sie zum Maßstab dessen werden zu lassen, was wir überhaupt noch wahrnehmen, denken oder für möglich halten.
Und es geht darum, innerhalb technischer Prozesse Räume entstehen zu lassen, in denen nicht bereits alles vorgeordnet ist – Räume für Wahrnehmung, Vorstellung, Erfahrung, Widerspruch und gemeinsames Denken, bevor aus einer Möglichkeit ein Datensatz, aus einer Vorstellung ein Modell und aus einem Gedanken ein festgelegter Prozess geworden ist. Denn inzwischen erscheint mir wesentlich, dass nicht allein das Bauwerk selbst als Ergebnis eines Bauprozesses betrachtet werden kann, sondern ebenso die Art und Weise, wie Menschen während seiner Entstehung miteinander arbeiten, denken, Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und miteinander in der Welt sind, denn selbst ein monumentales Werk wie eine Pyramide sagt noch nichts darüber aus, unter welchen Bedingungen es entstanden ist und welchen Platz der einzelne Mensch innerhalb dieser Ordnung hatte.
Aus genau dieser Überlegung heraus beschäftige ich mich bei Cavicon seit einiger Zeit mit einem Ansatz, den ich IMAGI(E)NARIUM nenne und als eine „unneue“ Art verstehe, Projekte Wirklichkeit werden zu lassen, weil nicht alles, was wir für eine andere Zukunft des Bauens benötigen, erst neu erfunden werden muss, sondern manches bereits vorhanden war und lediglich wiederentdeckt und in ein zeitgemäßes Verhältnis zur Technik gebracht werden muss.
Es geht dabei nicht darum, Technik zu überwinden oder sie gegen das Analoge auszuspielen, sondern ihr wieder einen angemessenen Platz innerhalb des Planens und Bauens zu geben, damit das Werkzeug Werkzeug bleibt und nicht selbst zum Pharao wird, damit wir nicht nur danach fragen, was wir bauen können, sondern ebenso danach, wie wir miteinander bauen wollen, und damit der Mensch inmitten seiner Modelle, Daten, Systeme und Prozesse nicht vergisst, dass sein eigenes Dasein endlich ist und sich immer in der Welt vollzieht.
Cavicon – Technik kann Fortschritt erzeugen.
Bewusstsein ermöglicht Entwicklung.
Hinweis: Dieser Text ist kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Er ist eine Einladung zum Nachdenken – über Technik, Gebäude und Maß.
José Carlos Vicente Plaza
Cavicon GmbH
Quellen und weiterführende Literatur
Martin Heidegger
Heidegger, Martin: Sein und Zeit. 19. Auflage, Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2006.
Insbesondere die Abschnitte zum In-der-Welt-sein (§§ 12–13) sowie zum Sein zum Tode (§§ 45–53). Die Abhandlung erschien erstmals 1927.
Heidegger, Martin: „Die Frage nach der Technik“, in: Vorträge und Aufsätze, Gesamtausgabe Band 7, hrsg. von Friedrich-Wilhelm von Herrmann, Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2000, S. 7–36.
Grundlage für die Gedanken zu Technik, Entbergen, Gestell und Bestand sowie für Heideggers Beispiel des Wasserkraftwerks am Rhein.
Heidegger, Martin: „Aletheia (Heraklit, Fragment 16)“, ebenfalls in: Vorträge und Aufsätze, Gesamtausgabe Band 7, Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2000.
Weiterführend zum Gedanken der Aletheia / Unverborgenheit.
Lewis Mumford
Mumford, Lewis: The Myth of the Machine. Volume I: Technics and Human Development. Harcourt, Brace & World, New York 1967; sowie Volume II: The Pentagon of Power. Harcourt Brace Jovanovich, New York 1970.
Deutsche Ausgabe: Mumford, Lewis: Mythos der Maschine. Kultur, Technik und Macht. Europa Verlag, Wien 1974.
Mumfords Begriff der Megamaschine ist für den Essay besonders relevant, weil er bereits die großen Organisationen des Pyramidenzeitalters als eine Art Maschine aus menschlichen Bestandteilen untersucht und dabei göttliches Königtum, hierarchische Organisation und die Bündelung menschlicher Arbeitskraft miteinander verbindet.
Jochen Kirchhoff
Kirchhoff, Jochen: Die Erlösung der Natur. Impulse für ein kosmisches Menschenbild. Drachen Verlag, 2008, ISBN 978-3-927369-11-5.
Kirchhoff verwendet den „megatechnischen Pharao“ als Bild für eine technisch dominierte und die Natur verfügbar machende Weltordnung.
Ergänzend finden sich Kirchhoffs Überlegungen zum megatechnischen Pharao in seinen späteren Essays, Vorträgen und Gesprächen. Dass der Begriff von Kirchhoff geprägt wurde, wird auch in der späteren Rezeption ausdrücklich so ausgewiesen.
Zum historischen Hintergrund der Pyramiden
Als historischer Hintergrund für die essayistische Passage über die Pyramiden kann ergänzend auf die Darstellungen des Metropolitan Museum of Art zum Alten Reich verwiesen werden. Dort werden die enge Verbindung von Pyramidenbau, Königtum, religiöser Ordnung, Sonnenkult und einer stark zentralisierten Verwaltung sowie die symbolische Ausrichtung früher Pyramidenanlagen auf Sterne und Götter beschrieben.
Hinweis zum Charakter des Essays
Die Verbindungen zwischen Heideggers Denken, Mumfords Megamaschine, Kirchhoffs megatechnischem Pharao, der heutigen Digitalisierung der Bauwirtschaft und dem IMAGI(E)NARIUM sind keine Übernahmen aus den genannten Quellen, sondern eine eigene essayistische Interpretation und Weiterführung.
Auch die Übertragung dieser Gedanken auf CAD, BIM, Laserscanning, Datenmodelle, Planungsprozesse und die heutige Baupraxis ist eine eigenständige Betrachtung aus der Erfahrung von Cavicon.
Das IMAGI(E)NARIUM und die Bezeichnung einer „unneuen“ Art, Projekte Wirklichkeit werden zu lassen, sind der eigene Ansatz des Autors.